Neue Methoden zur züchterischen Veränderung der Nutzpflanzen

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Landesverband der VHS in SH

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Prof. Dr. Christian Jung

Referent, SHUG

Beschreibung

Die züchterische Bearbeitung ist die Voraussetzung für die Nutzung von Pflanzen in Landwirtschaft und Gartenbau. Dieser Prozess begann vor etwa 12000 Jahren mit dem Übergang vom Jäger und Sammler zum Bauern. Bis vor 120 Jahren war dies ein unbewusster Prozess, der alleine auf der phänotypischen Selektion beruhte. Seit den 1940iger Jahren können durch Zufallsmutagenese mit-tels Bestrahlung oder durch Einwirken chemischer Substanzen neue Genvarianten erzeugt werden, die im Genpool einer Art nicht vorhanden sind. Seit den 1980iger Jahren ist es möglich, gezielt Ge-ne zu verändern und fremde Gene von anderen Lebewesen stabil in das Genom einzubauen (gen-technisch veränderte Pflanzen). Durch die gewaltigen Fortschritte der Sequenzierungstechnologie können heute ganze Genome in kurzer Zeit sequenziert werden, so dass praktisch jedes Gen für die genotypische Selektion verfügbar ist. Diese hat die Selektionsintensität stark erhöht. Seit 2012 kön-nen mit Hilfe der CRISPR-Cas Technologie gezielt Gene mutagen verändert werden. Dies ist ein Quantensprung gegenüber der Zufallsmutagenese, weil nun nicht Millionen von Mutationen erzeugt werden müssen, um darin eine einzige erwünschte zu finden. Stattdessen kann ein Zielgen direkt verändert werden. Die Anwendung dieser Methoden in der praktischen Züchtung wird in diesem Vortrag beleuchtet.